Feb 13 2014

Outokumpu: Nettoverlust gestiegen, Betriebsverlust gesunken


Der finnische Edelstahlproduzent Outokumpu hat seinen Nettoverlust im vierten Quartal 2013 auf 364 Millionen Euro ausgeweitet nach 238 Millionen Euro im Vorquartal. Der Betriebsverlust (bereinigtes EBIT) konnte dagegen auf 90 Millionen Euro eingegrenzt werden von 118 Millionen Euro im Vorquartal. Im vierten Quartal 2012 hatte der EBIT-Verlust noch bei 169 Millionen Euro gelegen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Seine Nettoverschuldung konnte Outokumpu zum 31. Dezember 2013 auf 3,556 Milliarden Euro verringern von 3,861 Milliarden Euro zum 30. September 2013. Die Umsätze des Unternehmens ging von 1,609 Milliarden Euro im dritten Quartal auf 1,531 Milliarden Euro im vierten Quartal zurück. Der Edelstahlabsatz sank um 2,4 Prozent auf 620.000 Tonnen.

Für das Gesamtjahr 2013 verzeichnete Outokumpu einen ähnlichen Trend wie im 4. Quartal. So sank der Betriebsverlust (bereinigtes EBIT) im Vergleich zum Vorjahr von 412 Millionen Euro auf 377 Millionen Euro. Outokumpu habe 2013 starke Anstrengungen unternommen, um wieder profitabel zu werden, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Synergie- und Kosteneinsparmaßnahmen hätten im Geschäftsjahr 2013 insgesamt 199 Millionen Euro eingebracht. Durch eine Verringerung der Lagerbestände konnte zudem das Betriebskapital um 351 Millionen Euro gesenkt werden. Insgesamt habe man die Verluste zwar verringern können, aber die Finanz-Performance sei weiter unbefriedigend, räumt Outokumpu ein.

Im vierten Quartal habe es aber weitere positive Entwicklungen gegeben. So hätten sich die Umsätze – insbesondere in Europa – etwas besser entwickelt als vorher erwartet. Außerdem sei der Ausbau der Produktionskapazitäten im US-Edelstahlwerk wie geplant vorangegangen, wobei die Verluste hätten weiter verringert werden können. Außerdem stärke der im November angekündigte Rückverkauf des italienischen Terni-Werkes und des deutschen VDM-Geschäfts an ThyssenKrupp die finanzielle Position von Outokumpu. Das gelte auch für eine erfolgte Restrukturierung der Schulden sowie eine geplante Kapitalerhöhung um 650 Millionen Euro.

Für das erste Quartal 2014 erwarten die Finnen ein weiter verbessertes bereinigtes EBIT, allerdings immer noch im negativen Bereich. In das neue Jahr starte man mit der Erwartung einer schrittweisen wirtschaftlichen Erholung und damit der Hoffnung auf eine etwas verbesserte Edelstahlnachfrage.

MBI/DJN/mol/13.2.2014




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